Freunde und Förderer des KulturGutes Ulrichshalben e.V.

Kulturgut Ulrichshalben öffnet mit Konzerten und Ausstellung

Vor der Kulturscheune sind hier Luise Heine, Sebastian Roth, Gerben van der Heide,
der
Vorsitzende Joachim Willeke, Christine van der Heide, Volkmar Lehmann,
Gernot Egwald Ehrsam
und Professor Thomas Steinhövel zu sehen.
Foto: Sascha Margon

Denn spätestens dann soll ein Flügel der renommierten Firma Steinway seinen neuen
Standort im ehemaligen Pferdestall finden und dort die notwendige Qualität für die
kulturellen Ambitionen des Vereins sicher stellen. „Das gibt sicher ein tolles Bild,
wenn dieses große Instrument schräg durch die Tür des Stalls getragen werden muss“,
prophezeit Sebastian Roth, der Eigentümer des Guts und zugleich auch Gründungsmitglied
des Vereins.

Am Montagvormittag trafen sich er und andere Mitglieder, um über die Ziele des Vereins
zu beraten. „Wir wollen hier keine weitere Party-Scheune und schon gar nicht anderen
Lokalitäten die Kundschaft streitig machen. Natürlich finden auf dem Gelände
Veranstaltungen statt, aber in erster Linie soll das Gut ein Anlaufpunkt für Künstler und
Kunst-Interessierte werden“, erklärte Roth. Dabei solle der Verein vor allem eine
vernetzende Funktion erfüllen – zwischen den Generationen, zwischen Zugezogenen
und Alteingesessenen.

Dass dies nicht ohne die Gemeinde Ulrichshalben funktioniert, war den Mitgliedern von
Anfang an bewusst. Schließlich gehe es nicht nur darum, Kunst aus Städten wie Weimar
in ländliche Regionen zu verlagern, sondern auch darum, die vorhandene Kultur zu
fördern. Dabei lobte Roth vor allem seine neuen Nachbarn: „Die Einwohner sind an den
Plänen sehr interessiert, und wir bekommen jede erdenkliche Hilfe.“ In Zukunft solle
laut dem stellvertretenden Vorsitzenden, Professor Thomas Steinhöfel, die künstlerische
Förderung der Jugend eine zentrale Rolle spielen. Ein erster Schritt dazu werde
demnächst bei einem Treffen in Oßmannstedt getan. Dort loten die Vereinsmitglieder
Möglichkeiten aus, die sich durch eine mögliche Förderung im Rahmen des
Thüringer Bildungsmodells „nelecom“ eröffnen.

Was bisher auf dem Gut geleistet wurde, stellt der Verein übrigens am Samstag vor.
Unter dem Titel „Virtuose Saiten“ lädt er erst zu einem Konzert in der Dorfkirche und
danach zur Einweihung des restaurierten Pferdestalls. Diese wird von der Band
„One Nighters“ und einer Ausstellung des Kromsdorfer Holzbildners Gernot Egwald Ehrsam
begleitet wird.

„Wir hoffen, dass schon da deutlich wird, in welche Richtung wir arbeiten.  Durch das
Design der Einladungen, die Ausstellung, die Konzerte und den handwerklichen Fortschritt
im Stall treffen unterschiedlichste Kunstformen und Künstler aufeinander.
Das ist für alle eine gute Sache“, so Roth

Text und Bild aus Thüringer Allgemeine vom 12.09.2012 (Direktlink zum Artikel)

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